Hundetherapielaufband versus Unterwasserlaufband

Braucht man als Hundephysiotherapeut ein Laufband?

Wäre ein Unterwasserlaufband notwendiger als ein Trockenlaufband?

Diese Frage erreicht uns derzeit oft. Meist sind es junge Kollegen, die eine Praxis eröffnen wollen, aber auch bereits praktizierende Hundephysiotherapeuten, die ihr Therapieangebot erweitern möchten.

Prinzipiell braucht ein Physiotherapeut gute diagnostische, therapeutische und energetische Fähigkeiten. Das kennt und weiß jeder, der diesen Beruf bereits ausübt. Das ist sein Handwerkszeug und einzige wirkliche Notwendigkeit, physiotherapeutisch zu arbeiten.

Soweit die Theorie. In der Praxis ist es derzeit gang und gäbe, seine manuellen Therapien mit Hilfsmitteln zu erweitern, um einerseits die eigene Therapie zu verstärken oder auch sich selber zu schützen. Und – um auch Fälle behandeln zu können, die man sonst aufgrund der physikalischen Gegebenheiten leider nicht behandeln könnte.

Nehmen wir das Beispiel Dackellähme / Bandscheibenvorfall.

Der Klassiker: Besorgt blickende Hundebesitzer tragen ihren Hund nach der OP in die Praxis oder unterstützen ihn im schlechtesten Fall mit einem Handtuch. Der erste Satz: Man hat uns Physiotherapie empfohlen. Das ist übrigens schon ein Fortschritt, denn vor 10 Jahren war diese Rehabilitation in den Tierarztpraxen noch nicht angekommen.

Da liegt er nun, hechelnd, der arme Dackel oder Neufundländer und der Tierphysio ohne Hilfsmittel stösst schnell an seine Grenzen. Propriozeptives Training im Liegen – kein Problem. Entschmerzende Massage – auch kein Problem. Passive Bewegungsübungen – jepp. Das war’s. Moderne Tierphysiotherapie sieht anders aus. Längst weiß man, dass Bewegung, auch initial postoperativ, extrem wichtig ist für alle Strukturen: Gelenke, Sehnen, Gefäße, Zellstoffwechsel, ZNS, und – das ganze Tier. Dazu bedarf es allerdings einer Gewichtsentlastung, um die Heilung nicht zu behindern.

Diese erfolgt bekanntlich durch Wasser. Insofern bietet sich der Einsatz eines Unterwasserlaufbandes regelrecht an. Hier wird das Körpergewicht sanft und einstellbar vom Wasser aufgefangen und die Rehabilitation in Bewegung ermöglicht.

Was aber, wenn kein Wassereinsatz möglich ist, weil z.B.

  • Angst vor Wasser besteht
  • noch offene Wunden vorliegen (auch ausserhalb des OP-Bereichs)
  • der Hund noch nicht genug laufen kann um überhaupt in das UWL einsteigen zu können
  • der Wasserwiderstand für die Ersttherapie noch zu hoch ist
  • der Hund zu groß oder auch zu klein für das UWL ist?

Dazu bietet sich die gute Alternative des Trockenlaufbandes an. Dazu ist jedoch eine Schlingeneinrichtung notwendig, die die Aufgabe des Wassers, das Körpergewicht aufzunehmen, übernimmt. Selbst paraplegische Patienten können hiermit in die Senkrechte gebracht werden, und der Therapeut die ersten Schritte sanft begleiten und den Pfotenaufsatz vorgeben.

Optimal geeignet hierfür ist ein Hundelaufband wie das dogpacer mit extrem langsamer Anlaufgeschwindigkeit, und das dazu passende Therapiesystem von theravet, mit dem selbst schwere Hunde leicht und angenehm aufgerichtet werden können, und das vor allem das dogpacer geraderichtet, da es standardmässig eine leichte Steigung besitzt.

Letztendlich bietet die Therapieeinheit von dogpacer und Theravet auch noch die Möglichkeit, direkt spezielle Therapien wie Horizontaltherapie, Lasertherapie, Frequenztherapie u.a. anzuwenden, während der Hund läuft. Das ist dann die Königsklasse der Aktiven Bewegungstherapie und das Beste, das man dem Hund an Therapien angedeihen lassen kann.

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